Unterschiedliche Bedürfnisse
Ich hatte nie verstanden, warum die sexuellen Bedürfnisse von Mann und Frau so unterschiedlich sind. Nie hatte ich diese Geschichten von Mars und Venus verstanden. Und warum Männer mit dem Kopf denken und Frauen mit dem Herzen, das habe ich auch nie verstanden. Bis eines Nachts, letzte Woche.
Mein Frau und ich sind gerade ins Bett gegangen. Wir kuschelten und schmusten als ich meine Gedanken für die nächsten Schritte zur Sprache brachte. Aber sie erwiderte daraufhin nur: "Ich glaube, ich habe jetzt keine Lust, ich möchte nur von Dir in den Arm genommen werden." "Was?" fragte ich. Und so sagte sie die Worte, die viele Männer auf diesem Planeten fürchten: "Du kannst Dich nicht mit meinen emotionalen Bedürfnissen als Frau identifizieren." Ich begann zu glauben, als Mann versagt zu haben. Schliesslich akzeptierte ich, dass diese Nacht nichts mehr geschehen würde und schlief ein.
Am nächsten Samstag gingen meine Frau und ich gemeinsam im Einkaufszentrum bummeln. In einem exklusiven Geschäft, probierte meine Frau drei Kleider an die ihr gut gefielen. Aber sie konnte sich einfach nicht für eines der Kleider entscheiden. Also schlug ich ihr vor, alle drei zu nehmen. Sie konnte ihr Glück kaum fassen, diese Freude die sie zu empfinden schien. Sie strahlte mich voller Wärme an und haucht mir zu: "Und wie wäre es mit schönen neuen Schuhen, passend zu den kleidern. Natürlich nur wen sie dir auch gefallen?"
Ich sagte ihr, dass das eine wunderbare Vorstellung wäre. Damit hatte ich sie vollkommen gierig gemacht. Als wir an einem besonders teuren Juwelier vorbeikamen, verschwand sie mit einem: "Warte hier Liebling, bin gleich da". Nach zehn minuten kam sie freudestahlend zurück und zeigte mir schöne, 4000 Euro teure Diamantohrringe. Als ich sagte: "Nun ja, die gefallen mir auch", war sie so glücklich und aufgeregt. Sie dachte wohl, ich sei entweder total verrückt oder ein neuer Mensch. Aber es schien sie trotzdem nicht besonders zu beunruhigen.
Dann als sie mich nach einem Golfschlägerset fragte, wußte ich, dass sie mich damit auf die Grenzprobe stellen wollte. Sie mochte nämlich kein Golf. Als ich ihr darauf sagte: "Das wäre gut, ich interessiere mich auch schon länger für Golf und wir könnten es gemeinsam machen" dachte ich bei mir, dass sich spätestens jetzt ihre Vorstellungen über mich verändert hat. Sie war fast sexuell erregt! Ihr hättet ihr Gesicht sehen sollen, als sie sagte: "Dann lass uns doch jetzt zur Kasse gehen und danach was essen. Und dann, zuhause..."
Mir fiel es nicht leicht mich zusammenzureißen, als ich sagte: "Nein, mein Schatz, ich glaube, ich habe jetzt keine Lust zur Kasse zu gehen und dies alles zu bezahlen." Wirklich, Ihr hättet ihr Gesicht sehen sollen. Sie war kreidebleich. Aber ich setzte nach: "Ich möchte nur von Dir in den Arm genommen werden." Im Moment, in dem sie mich anblickte, als ob sie mich jeden Moment umbringen würde, setzte ich noch hinzu: "Du kannst dich nicht mit meinen finanziellen Bedürfnissen als Mann identifizieren."

